Christkönig

Christkönigskirche

Thomas Gindele

Die heutige Ansicht der Christkönigskirche ist das Ergebnis einer umfassenden Neugestaltung des Innenraums im Jahr 1998. Im Zuge dieser Maßnahme wurden unter anderem die Altarinsel vergrößert, der Altar verkleinert und neu behauen, ein neuer Boden gelegt sowie die Wände, die bis dahin ziegelfarben waren, weiß gestrichen. Ebenso wurde der Eingangsbereich der Kirche neu gestaltet und die liturgischen Orte neu konzipiert und künstlerisch entworfen.

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Altarrelief

Das neue Altarrelief nach Themen aus der Offenbarung des Johannes stammt vom Künstler Josef Baumhauer. Es wurde 1998 neu entworfen und gestaltet und führt die Thematik des zur Erstausstattung gehörenden Glasbandes der Altarapsis fort mit der Darstellung der 24 Kronen und eines Lammes nach Offbg 5.

Bronze-Kreuz im Altarraum

Das Bronzekreuz, besser die Christkönigsfigur im Altarraum, ist ein Stiftung der Heimatvertriebenen zur Weihe der Christkönigskirche im Jahre 1964. Ursprünglich war die Figur zentral angebracht in der Altarapsis und mit Mosaiken in Kreuzform hinterlegt. Bei der Renovierung wurde die Christusfigur neu seitlich des Altars aufgestellt und an einem T-Träger angebracht.

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Ambo

Der Ambo ist auch ein Werk aus dem Jahr 1998. Sein Unterbau diente vor der Renovierung als Stelle für den Tabernakel. Ein bronzener Aufsatz in Form eines Lesepults wurde neu geschaffen. An der CK 5Vorderseite ist er durch ein Flammenmotiv geziert, ein Hinweis auf den Heiligen Geist. Auf der Lesepultfläche sind die Worte eingeprägt: „Pax Domini sit semper vobiscum“ (Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch).

Taufstein

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Ursprünglich war der Taufstein zwischen den beiden Betonsäulen unter der Empore angebracht. Er erfuhr bei der Kirchenrenovierung ebenfalls eine Umgestaltung und Versetzung. Die Bronze-Abdeckplatte ist original erhalten geblieben, ergänzt wurden seitliche Bronze-Bänder. Auf den Bändern sind paarweise Kreuzestod und Auferstehung dargestellt.

Osterleuchter

Auch der neu geschaffene Osterleuchter ist ein Werk des Künstlers Josef Baumhauer.

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Alttestamentlicher Heilsweg

Den BoCK 10den des Eingangsbereichs und des Mittelgangs der Kirche sind Bronze-Platten eingelegt, die ebenfalls Josef Baumhauer entworfen hat. Die erste Darstellung im Windfang zeigt das „Paradies“.
Die folgende Platte im Innenraum widmet sich der „Vertreibung aus dem Paradies“. Die nächste Darstellung zeigt Abraham, der den Auftrag erhält ins gelobte Land zu ziehen. Das „Opfer von Abrahams einzigen Sohn Isaak“ setzt die Reihe fort. Eine weitere Platte zeigt den „brennenden Dornbusch“. Abschließend sind der „Durchzug durch das rote Meer“ sowie die „Zehn Gebote“ dargestellt.

Kreuzweg

Die 14 KreuzCK 9wegstationen an der nordwestlichen Seitenwand gehören zur Erstausstattung der Kirche. Sie wurden von Frau Marianne Frick aus Ottenbach geschaffen. Die Bronze Tafeln wurden nach der Renovierung neu in kleinen Gruppen platziert.

 

 

Glasfenster

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Die großen Glasbetonfenster der südöstlichen Seitenwand und auf der Empore enthalten keine gegenständliche Darstellung. Dagegen stellen die vier Glasfenster an der südlichen Rückwand der Kirche biblische Szene dar. Alle vier Bilder handeln vom Königtum Jesu:

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– Huldigung der drei Magier aus dem Osten
– Einzug in Jerusalem
– Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus
– Wiederkunft des Herrn in Herrlichkeit

Marienkapelle

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Die Marienkapelle wurde bei der Renovation 1998 als Werktagskirche neu gestaltet. Zentral fand ein abgetrennter Teil des großen Altars mit der ursprünglichen Ornamentik (Dornenkrone) Aufstellung. Der Corpus eines ehemaligen Feldkreuzes, der mit einem neuen an die Raumverhältnisse angepassten Kreuzbalken versehen wurde, sowie eine Pietá bekamen ebenfalls dort ihren Platz. Die Piet�� ist vermutlich das Werk eines Schülers des Barockmeisters Ignaz F. Günther und wurde 1988 über den Kunsthandel erworben.
Prägend für den Raumeindruck der Kapelle ist das neue Glasfenster, das von Regine Baumhauer geschaffen wurde. Es ist weitgehend abstrakt in verschiedenen Farbtönen CK 14gehalten. In der Mitte lässt sich ein Kreuz erkennen.
Relief an der Emporenbrüstung

 

 

 

Es ist sinnfällig, dass an der „Musikempore“ der Kirche ein musikalisches Motiv angebracht wurde: die sieben Engel mit Posaunen. Das Motiv greift ebenfalls die Johannes-Offenbarung auf (Offbg Kap 8,9 u. 11) und führt das Thema des Altarreliefs weiter.

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Ölgemälde auf der Empore

Für den Kirchenbesucher schwer einsehbar ist das Ölgemälde auf der Empore. Es zeigt den gegeißelten und dornengekrönten Jesus. Es ist ein Geschenk der heimatvertriebenen Schönhengstgauer. Das Bild wurde durch zwei nicht namentlich bekannte Künstler gefertigt. Da der erste Künstler vor Vollendung starb, ergänzte ein zweiter Künstler den Kopf der Jesus-Darstellung.

Orgel

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Über zwanzig Jahre musste die Christkönigsgemeinde mit einem Provisorium zur musikalischen Begleitung leben. Eine Orgel aus der Werkstatt Späth, Ennetach, mit nur 5 Registern wurde zunächst 1965 angeschafft. Heute dient es als Begleitinstrument im Johannesheim, Bartenbach. Erst 1986 bekam die Kirche ein größeres Instrument. Sie wurden von der Orgelbauwerkstätte Kurt Oesterle erbaut und verfügt über 29 Register. Die Spieltraktur ist mechanisch und die Registertraktur elektrisch. Das Instrument verfügt über eine Setzeranlage mit 126 Speichermöglichkeiten. Im Zuge der Kirchenrenovation wurde auch die Orgel ausgereinigt, neu intoniert, ein Register ausgetauscht und technische Details verbessert.